Die Arbeit an meinem neuen Roman schreitet zügig voran. Im Moment schreibe ich an den letzten Kapiteln - Zeit ein bisschen mehr von meinem neuen Projekt preiszugeben. Auch dieses Mal habe ich wieder  eine historische Persönlichkeit als Protagonisten gewählt, nämlich den jüdischstämmigen Münchner Brauereibesitzer Josef Schülein.

Sein Leben und die Geschichte seiner Familie mit all ihren Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen sind für mich in mehrfacher Hinsicht so bemerkenswert, dass ich sie unbedingt erzählen wollte. Als Autorin befasse ich mich bereits seit einigen Jahren mit der Geschichte der fränkischen Landjuden. Ihnen und dem einstigen Erfolgsschriftsteller Jakob Wassermann ist mein literarisches Porträt Fremd  gewidmet, das Sie hier auch in meinem Blog finden. Als ich in einem kurzen Zeitungsartikel das erste Mal auf Josef Schülein gestoßen bin, war mein Interesse zunächst vor allem lokalpatriotisch bedingt, da ich Josefs Geburtsort seit meiner Jugend sehr verbunden bin. Ich ahnte damals nicht, welch reicher Schatz da vor mir lag.
Basierend auf zahlreichen historischen Quellen erzählt mein  Roman die Geschichte eines jungen Mannes aus einfachen Verhältnissen, dem es gelingt, zu einem der wirtschaftlich einflussreichsten Männer Münchens aufzusteigen. Neben  meiner Hauptfigur war es vor allem eine Frau, die mich durch ihr mutiges Handeln faszinierte: Jeanette Schülein, Josefs Mutter. Ihr wollte ich unbedingt ein literarisches Denkmal setzen,.Sie nimmt in meinem Buch einen dementsprechend breiten Raum ein.

Meine Recherchen führten mich von Schüleins Geburtsort Thalmässing, einem kleinen Ort in Mittelfranken, in meine Geburtsstadt München und schließlich sogar bis Washington, wo eine Enkelin Schüleins lebt.

Eng verwoben in die Geschichte der Familie Schülein ist auch die Entwicklung Münchens. Diese faszinierende Stadt spielt in meinem Buch  quasi eine heimliche Hauptrolle. Ich habe während der  Abfassung auch selbst sehr viel über 50 Jahre bayerische Geschichte und Stadtentwicklung von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Weimarer Republik dazu gelernt.  Eine turbulente und aufregende Zeit voller technischer Neuerungen, politischer und gesellschaftlicher Umbrüche und Entwicklungen!

 

 

Die Auswirkungen des Coronavirus betreffen indirekt auch mich. Die LEIF 2020, die Erlebnismesse für Menschen mitten im Leben, wurde abgesagt. Ich sollte dort zu einem Thema sprechen, das mir seit Jahren am Herzen liegt und mit dem ich mich auch in meinem Ratgeber Soll ich?  auseinandergesetzt habe: Die Lebensmitte als ideale Zeit für einen beruflichen Neustart.


Ich freue mich, auch  in diesem Jahr  wieder im Orgateam von LiteraPur, dem Literaturfestival der KU Eichstätt-Ingolstadt mitzuarbeiten. Neben meinem eigenen Schreiben ist die Arbeit "hinter den Kulissen" des Festivals für mich eine anregende und angenehme Abwechslung. Auf meiner Facebookseite erfahren Sie mehr über unsere hochkarätigen Gäste und die Lesungen.


Meine Erzählung Dreizehn Tage ist in Neuauflage mit geänderter Aufmachung  wieder erhältlich.  Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, weil die Lebensgeschichte des Graubündner Barockbaumeisters Barbieri über Eichstätt hinaus nach wie vor interessierte Leserinnen und Leser findet. Das freut mich natürlich!  Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass Dreizehn Tage im vergangenen Schuljahr auch erstmals von einer Gymnasialklasse als Klassenlektüre gelesen wurde.

Passend zum Handlungsort durfte ich im November die Hauptfigur meiner Erzählung einem  interessierten Publikum in einer szenischen Lesung an der Katholischen Universiät Eichstätt-Ingolstadt vorstellen.

 


Alles ändert sich-  auch die Beiträge in meinem  Blog. Obwohl es sich wachsender Beliebtheit erfreute und ich viel positives Feedback erhalten habe,  habe ich mein Reim-Blog-Projekt (vorerst)  eingestellt und mich stattdessen anderen Gattungen wie Kurzgeschichte und Essay zugewendet. 

Natürlich können Sie die bereits veröffentlichten mal ernsten, mal heiteren Gedichte - eben Lyrik für alle Lebenslagen - weiterhin in meinem Blog lesen. Einige meiner Texte habe ich  gemeinsam mit meinem Mann auch visuell umgesetzt und in meinem Youtube-Kanal veröffentlicht. Weitere sollen folgen. Hier unser jüngstes Projekt:


Neugierig geworden? Besuchen Sie mich doch auch auf meinem Youtube-Kanal. Dort erfahren Sie mehr zu meinen Büchern und zu Themen rund um Literatur.