Unverhofft kommt oft. Dieses Sprichwort gilt auch für meine Autorentätigkeit. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, den Sommer über die Rohfassung meines Romanmanuskripts zu überarbeiten und das Buch im Herbst zu veröffentlichen. Worum es darin geht, erzähle ich weiter unten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Genauer gesagt ist mir ein kleineres Projekt "dazwischengekommen", das mir sehr am Herzen liegt: die Erlebnisse eines damals acht-jährigen Berliner Jungen (inzwischen ist er natürlich ein hochbetagter Mann) während der letzten Kriegsjahre, die er gemeinsam mit Mutter und Brüdern in Bayern erlebte.

Das Thema 'Kriegskinder' beschäftigt mich schon geraume Zeit. Ich habe mich damit bereits in meinem Porträt des Schriftstellers Max von der Grün auseinander gesetzt, das Sie in meinem Blog lesen können.

Der Bericht dieses Zeitzeugen war für mich so interessant, dass ich kurzerhand meine ursprünglichen Veröffentlichungspläne über den Haufen warf.

 So wird in den nächsten Monaten also zunächst die Geschichte "meines" Zeitzeugen erscheinen, bevor mein neuer Roman dann Anfang nächsten Jahres das Licht der Welt erblickt.


 Auch wenn es mit der Veröffentlichung noch ein paar Monate dauert -  Es ist  Zeit, ein bisschen mehr von meinem neuen Roman preiszugeben. Auch dieses Mal habe ich wieder  eine historische Persönlichkeit als Protagonisten gewählt, nämlich den jüdischstämmigen Münchner Brauereibesitzer Josef Schülein.

Sein Leben und die Geschichte seiner Familie mit all ihren Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen sind für mich in mehrfacher Hinsicht so bemerkenswert, dass ich sie unbedingt erzählen wollte.

Als Autorin befasse ich mich bereits seit einigen Jahren mit der Geschichte der fränkischen Landjuden. Ihnen und dem einstigen Erfolgsschriftsteller Jakob Wassermann ist mein literarisches Porträt Fremd  gewidmet, das Sie hier auch in meinem Blog finden.

Als ich in einem kurzen Zeitungsartikel das erste Mal auf Josef Schülein gestoßen bin, war mein Interesse zunächst vor allem lokalpatriotisch bedingt, da ich Josefs Geburtsort seit meiner Jugend sehr verbunden bin. Ich ahnte damals nicht, welch reicher Schatz da vor mir lag.
Basierend auf zahlreichen historischen Quellen erzählt mein  Roman die Geschichte eines jungen Mannes aus einfachen Verhältnissen, dem es gelingt, zu einem der wirtschaftlich einflussreichsten Männer Münchens aufzusteigen. Neben  meiner Hauptfigur war es vor allem eine Frau, die mich durch ihr mutiges Handeln faszinierte: Jeanette Schülein, Josefs Mutter. Ihr wollte ich unbedingt ein literarisches Denkmal setzen,.Sie nimmt in meinem Buch einen dementsprechend breiten Raum ein.

Meine Recherchen führten mich von Schüleins Geburtsort Thalmässing, einem kleinen Ort in Mittelfranken, in meine Geburtsstadt München und schließlich sogar bis Washington, wo eine Enkelin Schüleins lebt.

Eng verwoben in die Geschichte der Familie Schülein ist auch die Entwicklung Münchens. Diese faszinierende Stadt spielt in meinem Buch  quasi eine heimliche Hauptrolle. Ich habe während der  Abfassung auch selbst sehr viel über 50 Jahre bayerische Geschichte und Stadtentwicklung von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Weimarer Republik dazu gelernt.  Eine turbulente und aufregende Zeit voller technischer Neuerungen, politischer und gesellschaftlicher Umbrüche und Entwicklungen!

 

 

 


Auch wenn ich in erster Linie Self-Publisherin bin, weil ich die Freiheiten, die mir diese Veröffentlichungsform bietete, sehr schätze, haben sich doch in den letzten Jahren darüber hinaus auch immer wieder Zusammenarbeiten und Veröffentlichungen mit verschiedenen Verlagen ergeben. So freue ich mich, auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Texten im Bayerischen Hausbuch des T'urmschreiber Verlags vertreten zu sein. 

Buchstäblich zwischen Traum und Erwachen entstand das Gedicht Mein Opa, mit dem ich in der gleichnamigen Anthologie des Bayerland Verlags vertreten bin. Herausgeber des Büchleins ist der Münchner Turmschreiber Helmut Eckl.


Endlich sind  auch wieder Lesungen möglich! Gemeinsam mit Alexander Bally, Jens Rohrer und Roland Scheerer bin ich im Juli beim Pfaffenhofener Kultursommer zu einer Lesung unter Sternen zu Gast.


Ich freue mich, auch  in diesem Jahr  wieder im Orgateam von LiteraPur, dem Literaturfestival der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mitzuarbeiten. Die Coronakrise hat allerdings wie überall im Kulturbetrieb auch bei uns einiges durcheinander gebracht. Anstatt wie gewohnt imMai, findet das Festival in diesem Jahr erst im November statt.

Das Programm finden Sie hier.

Neben meinem eigenen Schreiben ist die Arbeit "hinter den Kulissen" des Festivals für mich eine anregende und angenehme Abwechslung. Auf meiner Facebookseite erfahren Sie noch mehr über unsere hochkarätigen Gäste und die Lesungen.


In den letzten Wochen hat sich noch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Leiermannn, einem Blog zur europäischen Kulturgeschichte ergeben.  Ich finde das Projekt überaus faszinierend und hoffe, dass es viele Leserinnen und Leser findet.


Meine Erzählung Dreizehn Tage ist in Neuauflage mit geänderter Aufmachung  wieder erhältlich. 

Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, weil die Lebensgeschichte des Graubündner Barockbaumeisters Barbieri über Eichstätt hinaus nach wie vor interessierte Leserinnen und Leser findet. Das freut mich natürlich!  Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass Dreizehn Tage im vergangenen Schuljahr auch erstmals von einer Gymnasialklasse als Klassenlektüre gelesen wurde.

Passend zum Handlungsort durfte ich im November die Hauptfigur meiner Erzählung einem  interessierten Publikum in einer szenischen Lesung an der Katholischen Universiät Eichstätt-Ingolstadt vorstellen.

 


Alles ändert sich-  auch die Beiträge in meinem  Blog. Obwohl es sich wachsender Beliebtheit erfreute und ich viel positives Feedback erhalten habe,  habe ich mein Reim-Blog-Projekt (vorerst)  eingestellt und mich stattdessen anderen Gattungen wie Kurzgeschichte und Essay zugewendet. 

Natürlich können Sie die bereits veröffentlichten mal ernsten, mal heiteren Gedichte - eben Lyrik für alle Lebenslagen - weiterhin in meinem Blog lesen.

Einige meiner Texte habe ich  gemeinsam mit meinem Mann auch visuell umgesetzt und in meinem Youtube-Kanal veröffentlicht. Weitere sollen folgen. Hier unser jüngstes Projekt:


Neugierig geworden? Besuchen Sie mich doch auch auf meinem Youtube-Kanal. Dort erfahren Sie mehr zu meinen Büchern und zu Themen rund um Literatur.