Elisabeths Reim-Blog-Projekt - Lyrik für alle Lebenslagen

Der arme Poet

Das Haar zerrauft, das Shirt zerschlissen,
Kein Schwein will etwas von mir wissen.
Wie sehr ich grübele, ächze, stöhne -
Ich treff´doch nie die richtigen Töne1

 

Ich frage mich: was mach ich bloß?

Wie werd ich dieses Unglück los?
Will mich denn nie die Muse küssen,
Kann ich denn nie auf Ruhmes Kissen
Zur Ruhe betten mich entspannt?
Bleib ich denn ewig unbekannt?

Entnervt schon will ich werfen hin,
Doch plötzlich kommt mir in den Sinn:
Was frag ich denn nach Ruhm und Ehre,
Als ob das wirklich alles wäre.

 

Beiß ich als Armer auch ins Gras -

Das Dichten machte mir doch Spaß!

 


Vorsätze
Wie oft schon hörte ich mich sagen
Jetzt geht´s den Pfunden an den Kragen!
Die Muskeln schlaff, die Speckschicht kräftig -
Ich brauch Bewegung, und zwar heftig!

 

Doch Schweinhund, dies böse Tier
Macht einen Narren oft aus mir

Und statt zu stöhnen, ächzen, schwitzen,

bleib ich nur im Fauteuil still sitzen.

 

Statt Wasser rät er mir zu Wein,

Statt Obst soll´s lieber Kuchen sein.
Und ich, ich geb ihm wehrlos nach,
Mein träges Fleisch ist gar zu schwach.


Verzweifelt ruf ich: Schweinehund,
Dank dir bin ich bald kugelrund!
Und dann zum Trost für diesen Kummer
Koch ich mir Nudeln jetzt mit Hummer.


 

Frühlingsgedicht

 

Endlich Schluss mit Frost und Eis,
Blütenschnee bloß, rosa-weiß.
Überall, wohin ich schau
Blütenträume gelb und blau.

 

 

 

Es grünt und blüht, wohin man schaut,
jubelt mancher Griesgram laut.
Farbenrausch das Grau vertreibt,
Leben macht sich wieder breit.

 

 

 

Sonne lächelt freundlich mild
Über jeden im Gefild
Und ein wundersames Licht
Zaubert Lächeln ins Gesicht.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hannah (Sonntag, 07 Mai 2017 12:02)

    Ich danke Ihnen für den tollen Beitrag. Die Texte und Gedichte sind wirklich schön. Ich bin immer offen für neue Texte von noch unbekannten Autoren.
    Mit besten Grüßen,
    Hannah von http://lyrik.antikoerperchen.de